Schlagwort: Gesellschaft

  • Potamos 043 – Gender-Explosion!

    Potamos 043 – Gender-Explosion!

    How to gender properly or „In the land of the free you can be what you wanna be.“

    Follow-Ups zu Themen vergangener Episoden und Plauderei

    Zeitgeschehen: ein linguistischer Blick auf die Gender-Debatte

    • https://gender-i.de – Das (öffentliche) Projekt von Andreas Ganske (Berlin, Start: Sun, Sep 6, 2020) – Die Motivation
    • Wir beziehen uns auf Helga Potthoffs Paper „Gender-Sternchen, Binnen-I oder generisches Maskulinum, … (Akademische) Textstile der Personenreferenz als Registrierungen?“ (Linguistik online103, 3/20):
    • Sie untersucht vier Arten der geschlechtsspezifischen Personenbezeichnung werden als „Register“ im Sinne der anthropologischen Linguistik: „Dieses Konzept der „Enregistrierung“ impliziert, dass sich die Produzenten mit einem sozio-symbolischen Kosmos verbinden und mit kulturellen Bewertungen wahrgenommen werden können (in Produktion und Rezeption), zum Beispiel als konservativ, feministisch, queer, liberal. Hier werde ich ihre (sozio)linguistischen Grundlagen im Rahmen von Sprachideologiekonzepten erkunden, um die kommunikativ-reflexiven Aufladungen dieser Diskurse zu erfassen.“

    vier Register geschlechterbezogener Personenreferenzen:

    • Typ 1: generisch gemeintes, geschlechsübergreifendes Maskulinum
      • „Macht der Tradition“ (Strafrecht, Literatur)
      • linguistisch enge Definition von „generisch“: Bezug auf Gattung (abstrakt) und nicht-identifizierte Personen
    • Typ 2 (feministisch inspiriert): feministisch inspirierte personenreferentielle Praxis (Beidnennung, Kurzschreibung mit Binnen-I, Neutralisierung (Lehrkraft)
      • universitäre Schreibstile, Gremien
    • Typ 3 (queer): referentelle Geschlechtervielfalt herstellen, z.B. Neutralformen (Partizipien) und Erweiterung durch Unterstrich oder „Genderstern“
      • zutrzeit verstärkt auch in Richtlinien, Leitfäden => Kritik durch Vertreter (Innen?) von Typ 1
    • Typ 4: flexibles Gendern: z.B. Neutralformen und nur punktuelle Beidnennung in einigen Medien

    Beispiele im Genderwörterbuch („genderator“)

    • Gender ist ein Fachwort mehrerer Fachwissenschaften (Sprachwissenschaft, Soziologie etc.), das im Englischen ›Geschlecht‹ bedeutet und im Deutschen auch für das sog. ›soziale Geschlecht‹ verwendet wird. In Bezug auf die Sprache findet es sich in Wörtern wie gendergerecht (etwa für eine Geschlechter berücksichtigende Sprache) oder Genderstudies (›Geschlechterstuiien‹). Generator bedeutet u. a. ›Maschine, Schöpfer‹. Kombiniert steht das Wort also für eine ›Maschine, die genderneutrale Sprache generiert‹.
    • Die Wrintheit WR1587 (Podcast – Diskussion über das Gendern – Holger Klein & Alexandra Tobor)
    • Hazel Thomas Hörerlebnis

    Popkultur: 35 Jahre „Blast“ von Holly Johnson

    Single-Auskopplungen und Videos:

  • Potamos 012 – Sexismus ist ein Problem, auch in Popmusik

    Potamos 012 – Sexismus ist ein Problem, auch in Popmusik

    Ein schlechter und sexistischer Party-Hit startet eine Debate, die schnell vom Thema ablenkt.

    „Für die misogynen Schreiber, die uns die Luft zu atmen nehmen / Wär‘ ich ein Stift in eurer Hand, ich würde mich schämen.“

    Dass es sich hier um ein Phänomen des Sommerlochs mit einer dann doch vergleichbar überschaubaren Themenkarriere handelt, ist nicht von der Hand zu weisen. Dennoch lässt sich ausgehend von dem pubertären Partyhit und der Diskussion um ein vermeintliches Verbot in Tateinheit mit Gängelung der Meinungs- und Kunstfreiheit und dem penetranten „Die-da-oben-wir-da-unten-wir-lassen-uns-doch-nicht-man-darf-doch-wohl-noch“-Mimimi einmal wunderbar über das Thema Sexismus in der Popmusik und den Unterschied zwischen Ironie/Satire und Bräsigkeit potamieren.

  • Potamos 010 – Pflichtdienst? What have we done to deserve this?!?

    Potamos 010 – Pflichtdienst? What have we done to deserve this?!?

    Die Diskussion um den Pflichtdienst und ein Konzert der Pet Shop Boys

    Pflichtdienst

    Bevor im Jahre 2011 ein gewisser Theodor (u.a., der hat noch viel mehr Vornamen) von und zu Guttenberg die Wehrpflicht und somit auch die Möglichkeit, diesen zu verweigern, abschaffte, leisteten viele junge Menschen den Zivildienst. And zählte Ende der 1990er Jahre dazu und berichtet von seiner Zeit als Zivi in der Lukasgemeinde in Gelsenkirchen, dem Sozialen Friedensdienst in Gelsenkirchen angegliedert. https://www.kirchegelsenkirchen.de

    Zudem diskutieren wir das Für und Wider dieses Vorschlags unseres Bundespräsidenten: https://www.tagesschau.de/inland/steinmeier-sozialer-pflichtdienst-101.html

    Das zweite Thema: Pet Shop Boys-Gig in Oberhausen und ein Leben als Fanboy

    Mitch ist beinahe ein Fan der ersten Stunde; mit 10 Jahren war ihm der Song „It’s a sin“ der Pet Shop Boys eine Offenbarung. Die ursprünglich für 2020 geplante „Dreamworld“-Tour konnte nun endlich stattfinden. Natürlich war Mitch dabei und berichtet vom Konzert am 4. Juni 2022 in Oberhausen.